Entlebuch G4

Unterzeichnung des Fusions-Vorvertrages: Oktober 2008
Projektstart: November 2008

Beteiligte Gemeinden Anzahl EinwohnerInnen
Entlebuch   3 366
Flühli   1 737
Hasle   1 701
Schüpfheim   3 897
Total 10 701

Projektorganisation

Die Gemeinderäte von Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim möchten die Zukunft aktiv und gemeinsam angehen, um für die vier Gemeinden weiterhin eine gute Ausgangslage zu haben. Es sind Synergien zu nutzen, und unnötige Konkurrenz unter den Gemeinden soll vermieden werden. Sie möchten die Machbarkeit einer Vereinigung der vier Gemeinden prüfen. Es sollen Grundlagen erarbeitet werden, aufgrund derer die Stimmberechtigten an der Urne über eine Fusion entscheiden können.

Aktueller Stand

Drei von vier Gemeinden lehnen die Fusion im Entlebuch ab: Nein sagen die Gemeinden Entlebuch (59.2% Nein), Hasle (65,7% Nein) und Flühli (60,7 % Nein). Nur Schüpfheim sagt mit 50,9 % knapp Ja zur Fusion. Damit ist die Vision einer Gemeinde mit 11 000 Einwohnerinnen und Einwohner begraben. "Das Projekt habe viele findige Köpfe zusammengebracht und wird Spuren hinterlassen", sagte Regierungsrätin Yvonne Schärli, Justizdirektorin. Die Gemeindepräidenten und die Gemeindepräsidentin sind enttäuscht und sicher, dass mit dem Nein eine Chance verpasst worden sein. Das Resultat aber werde akzeptiert.

Projektverlauf

Abstimmung
Mitte Mai ist die Abstimmungsbotschaft an alle Stimmberechtigten verschickt worden. Der Abstimmungskampf erweist sich als intensiv. Am 13. Juni 2010 wird abgestimmt. Soll die Fusion zustande kommen, dann müssen alle vier Gemeinden dem Fusionsvertrag zustimmen. Bei einem Ja folgt die Umsetzungsphase. Am 1. Januar 1012 würde die neue Gemeinde de facto starten.

Abklärunsphase

Die Gemeindebehörden von Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim haben im Oktober 2008 einen Fusions-Vorvertrag unterschrieben. Die Gemeinden wollen mit dem Projekt "Entlebuch G4" Grundlagenmaterial erarbeiten und die Bevölkerung in die Diskussion über die gemeinsame Zukunft einbeziehen. Im Moment erarbeiten sieben Fachgruppen die Fusionsgrundlagen. Im Januar 2010 bewilligt der Kanton Luzern - nach langen und intensiven Verhandlungn - bereit, einen Kantonsbeitrag in der Höhe von 12 Mio. Franken.

Vernehmlassung

Im Februar 2010 liegt die Vernehmlassungsbotschaft vor. Mit 22 Prozent oder 1735 ausgefüllter Fragenbogen erzielt der Rücklauf der Fragebogen ein sehr erfreuliches Resultat. Die Fusion wird in allen vier Gemeinden grossmehrheitlich unterstützt. Eine Mehrheit ist zudem überzeugt, dass ein Zusammenschluss Vorteile bringt für die eigene Gemeinde und auch für die Region.

Vorgeschichte

Im Jahr 2000 wurde die UBE gegründet mit dem Auftrag, die Entwicklung des gesamten Entlebuchs voranzutreiben.

2004 beauftragten die Entlebucher Gemeinden die UBE, eine Studie über die Zukunftsaussichten des Entlebuchs zu lancieren. Es wurden Empfehlungen für die Entwicklung des Raumes, die Förderung der Wirtschaft, das Erbringen öffentlicher Leistungen und die Entwicklung der Gemeindestrukturen abgegeben. Die Verfasser der Studie haben den Gemeinden empfohlen, die Szenarien "Selbständige Gemeinden", "Hypothekarkreise" und "Fusion aller Gemeinden" zu untersuchen.

2006 beauftragten die Gemeinden die UBE erneut (diesmal mit Beschluss der Gemeindeversammlungen) mit der vertieften Prüfung der drei genannten Varianten der künftigen Gemeindeorganisation des Entlebuchs. Die Untersuchung der drei Organisationsvarianten wurde mit Beteiligung der Bevölkerung an die Hand genommen. Schlussfolgerung: Die Ziele sind mit einem Zusammenschluss zu einer Talgemeinde am besten zu erreichen.

Doppleschwand, Escholzmatt, Marbach und Romoos zogen sich im Frühling 2008 aus dem Projekt zurück. Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim wollten das Projekt Talgemeinde weiter verfolgen. Sie möchten die Arbeit nicht auf halbem Weg abbrechen, sondern wie den BürgerInnen die Vor- und Nachteile einer vertieften Zusammenarbeit durch eine Fusion aufzeigen. Im Oktober 2008 starteten sie das Projekt Entlebuch G4.