Werthenstein-Wolhusen

Beginn: 15.12.99
Abbruch 2003

Beteiligte Gemeinden Anzahl EinwohnerInnen
Werthenstein   1 905
Wolhusen   3 956
Malters   5 586
Total 11 447

Projektleitung

Projekter: Stephan Käppeli, IBR Luzern
Projektsteuerung: Bernadette Waltenspül, Gemeindepräsidentin Werthenstein und Willi Bucher; Gemeindepräsident Wolhusen

Projektziele

Phase Machbarkeit: Eine Studie sollt aufzeigen, welche Sparpotenziale eine noch engere Zusammenarbeit einerseits, eine Fusion der beiden Gemeinden anderseits bringt. Welche Entwicklungsperspektiven öffnen sich für Werthenstein und Wolhusen? Nebst den monetären sollen auch die nicht-monetären Auswirkungen einer Fusion abgeschätzt werden. Ferner wurden auch die Entwicklungsperspektiven für Werthenstein und Wolhusen untersucht.

Phase Ein-Text: Die Bedürfnisse der Bevölkerung sollen eruiert werden, gleichzeitig soll ein Sensibilisierungsprozess stattfinden.
Phase Fusionsabklärungen: Ziel ist der Entwurf eines Fusionsvertrags, der den Bedürfnissen möglichst vieler Interessengruppen gerecht wird. Mindestens so wichtig ist der Weg in Form eines breit abgestützten Meinungsbildungsprozesses.

Aktueller Stand

Die Fusionsverhandlungen zwischen Werthenstein-Wolhusen und Malters-Schachen sind abgebrochen worden, nachdem sich das Projekt für den Kanton Luzern als zu teuer herausgestellt hat. Rund 12,67 Mio. Franken hätte der Kanton bezahlen müssen, um die beiden Fusionen zu realisieren. Das ist rund ein Viertel des Geldes, das dem Kanton insgesamt für Fusionsprojekte zur Verfügung steht. 9,5 Mio. Franken hätte die Fusion Malters-Schachen benötigt, weil Werthenstein mit  Fr. 5 700.- Pro-Kopf-Verschuldung weit stärker verschuldet ist als Malters mit Fr. 3 500.-.
In der Folge dieses Entscheids hat der Gemeinderat von Werthenstein entschieden, die Fusionsverhandlungen ganz abzubrechen und weiterhin den Alleingang zu beschreiten.

Die Vorgeschichte

Wolhusen und Werthenstein möchten die Fusion prüfen. Um diesen Prozess zu initiieren, entscheiden sich die Gemeinderäte für das so genannte "Ein-Text-Verfahren". Während eines halben Jahres debattierten 56 Frauen und Männer von Werthenstein und Wolhusen in Arbeitsgruppen darüber, wie sich eine Fusion in einzelnen Bereichen auswirken könnte. Sie arbeiteten an einem Text, den sie den Ergebnissen der Auseinandersetzungen in den Gruppen entsprechend anpassten.

Am Ende entsteht ein neuer Text, der die Vorstellungen für einen Zusammenschluss aus der Sicht der Bevölkerung enthält. Nach wie vor bestehen drei Varianten. Im Vordergrund stehen aber die beiden Varianten mit oder ohne den Werthensteiner Gemeindeteil Schachen: Variante 1: Die ganze Gemeinde Werthenstein zu Wolhusen. Variante 2: der Ortsteil Schachen zu Malters. Zur  Abstimmung vorgelegt werden kann aber nur eine Variante.

Die Gemeinderäte suchen eine klare Antwort: Im Juni 2002 wird in den Gemeinden Wolhusen, Werthenstein und - dieses Mal unter Einbezug von Malters - eine telefonische Umfrage durchgeführt. Die Befragung von 700 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern soll Aufschluss darüber geben, welche der beiden Varianten bei der Bevölkerung am meisten Chancen hat oder ob alles beim Alten bleiben soll. Das Resultat zeigt auf, dass Variante 2 die besten Chancen hat.

Die Gemeinden Werthenstein, Wolhusen und Malters bleiben nach Durchführung eines Ein-Text-Verfahrens und einer telefonischen Befragung der Bevölkerung auf Fusionskurs. Variante 2 soll zur Abstimmung kommen. In November 2002 beginnt die Arbeit am Vertrag für beide Fusionen. In je zwei Fachgruppen Finanzen und Reorganisation und einer Fachgruppe Recht sind die Details zusammengetragen worden. Gaplant war die Fusion auf Januar 2005. Am Ende scheitert sie an den unterschiedlichen Vorstellungen von Kanton und Gemeinden, was diese Fusion kosten soll.