Biosphärenregion Entlebuch

Beteiligte Gemeinden Anzahl EinwohnerInnen
Doppleschwand      653
Entlebuch   3 366
Escholzmatt   3 229
Flühli   1 737
Hasle   1 701
Marbach   1 175
Romoos      732
Schüpfheim   3 897
Total 16 490

Projektorganisation

Projektleitung: Bruno Schmid, Leiter Unesco Biosphäre Entlebuch (UBE)
Projektrat: Je ein Vertreter aus den Gemeinderäten der 8 Gemeinden.

Projektziel

Analyse und Überprüfung der drei Entwicklungsvarianten (Alleingang, Klein- oder Gesamtfusion) in acht Teilprojekten als Grundlage für die politische Diskussion über die staatspolitische Zukunft der Entlebucher Gemeinden (UBE-Gemeinden).

Aktueller Stand

Im Juni 2008 luden die vier Gemeindepräsidenten von Entlebuch, Flühli, Halse und Schüpfheim die Gemeinderäte und Kantonsräte ihrer Gemeinden zu einer Kadertagung ein. Ziel war es, weitere Entwicklungsschritte zu definieren. Die Gemeindepräsidenten machten den Vorschlag, den Entwicklungsprozess zu viert in Richtung Fusionsabklärungen zu führen. Die anwesenden Behördemitglieder folgten diesem Vorschlag im Grundsatz. Im Herbst 2008 wird definitiv entschieden, ob ein Projekt der vier Gemeinden zur Fusionsabklärung lanciert werden soll.

Vorgehen

Bis zum März 2007 wurden die drei Varianten in acht Teilprojekten (Politische Strukturen, Finanzen, Verwaltung, Recht, Raumplanung, Bildung, Gesellschaft und Zukunft Entlebuch) auf Chancen und Stärken, aber auch Schwächen und Gefahren, untersucht. Die Meisten Teilprojekte kommen zum Schluss, dass die heutigen UBE-Gemeinden mit einer Grossfusion am meisten Synergien nutzen können.
Nach Vorliegen des Berichts favorisierten die Gemeinden Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim die Vereinigung zur Talgemeinde. Doppleschwand, Romoos , Marbach und Escholzmann hatten sich zum Vorhaben eher auf Distanz gestellt. An einem Treffen des Projektrats mit der Kantonsregierung machte der Regierungsrat deutlich, dass er Fusionsprojekte finanziell unterstützten will, bei denen die Verantwortlichen überezugt dahinter stehen. Aus Erfahrung seien diese Fusionssprojekte am erfolgversprechendsten. Obwohl die Regierung das Projekt "Talgemeinde" als grosse Chance für das Entelbuch erachte, sei er gewillt, den langsameren - aber sichereren - Weg zu gehen und er aus diesem Grund auch kleinere Fusionen im Entlebuch finanziell unterstützen wolle.

Vorgeschichte

Das Projekt "Vogelschau" kam 2004 mit einem "Thesenpapier zu den externen und internen Potenzialen des Enlebuchs" der HSW Luzern ins Rollen. Die NFA des Bundes, die Neuausrichtung der Regionalpolitik fordern das Amt Entlebuch ganz besonders. Das gab den Anstoss für das Projekt "Vogelschau Entlebuch". Mit Blick auf die raumordnungspolitische Perspektive wurden 2004 drei Szenarien entwickelt:

Variante 1: Alle Gemeinden bleiben selbstständig
Variante 2: Fusion gemäss alten Hypothekarkreisen: Marbach mit Escholzmatt; Flühli mit Schüpfheim und Hasle mit Entlebuch, Doppleschwand und Romoos.
Variante 3: Fusion zu einer einzigen Gemeinde

 

2006 haben die Gemeinderäte und die Bevölkerung mit grosser Mehrheit beschlossen, die drei Varianten vertieft zu prügen und erteilten der Projektleitung den konkreten Auftrag dazu. Aufgrund der Beschlüsse an den Gemeindeversammlungen wurde eine mehrjährige Ffinanzplanung erstellt.