Egolzwil-Wauwil (1999-2006)

Informationen über das 2014 lancierte Fusionsvorhaben der beiden finden Sie hier

Beginn:       30.Oktober 1999
Ende:          November 2006

Beteiligte Gemeinden Anzahl EinwohnerInnen
Egolzwil 1 219
Wauwil 1 665
Total 2 884

Projekt 2 (ab 2005)

Projektleitung des 2. Projekts
Projektleiter: Vitus Iseli
Moderator: Bruno Keel

Projektziele

Es sind die Grundlagen für eine Vereinigung zu prüfen. Mit vier Projektgruppen (Finanzen, Behörden/Verwaltung, Recht, Schule) werden die Vor- und Nachteile der Vereinigung geklärt. In einem zweiten Schritt soll der Vereinigungsvertrag ausgearbeitet werden.

Aktueller Stand

Die Abstimmung vom 26. November 2006 zeigt, dass sich die Bevölkerung von Egolzwil von diesen Argumenten hat überzeugen lassen. 54 Prozent (381:322) der Egolzwilerinnen und Egolzwiler lehnen die Fusion ab. In Wauwil bejahen sie 85 Prozent (549:96). Guido Birrer vom Gegnerkomitee sagte in der Neuen LZ: "Es war in erster Linie ein emotionaler und nicht ein rationaler Entscheid. Es gibt bei uns in Egolzwil noch viele, vor allem auch ältere Leute, die an einer selbstständigen Gemeinde hängen."

Schwierige Abstimmung

Im Abstimmungskampf macht sich eine Gegnenkomitee in Egolzwil bemerkbar. Die Gegner argumentieren, dass für Egolzwil kein Nutzen aus der Vereinigung hervorgehe; profitieren würde insbesondere Wauwil: Wauwil habe die höhere Pro-Kopf-Verschuldung, Wauwil profitiere von den tieferen Wassergebühren. Egolzwil könne die Zukunft problemlos im Alleingang bewältigen.

Vernehmlassung mit vielen Unentschiedenen

Das Resultat der Vernehmlassung zeigt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung in Egolzwil und Wauwil hinter der Vereinigung steht und der Name Egolzwil-Wauwil in beiden Gemeinden mehrheitlich akzeptiert ist. Es gibt aber noch Unentschiedene.
Rund 32 Prozent der Bevölkerung in Wauwil und 26 Prozent in Egolzwil hatten sich an der Vernehmlassung beteiligt. Damit können die Ergebnisse als repräsentativ bezeichnet werden. Die Gemeinderäte von Egolzwil und Wauwil werten das Resultat als Auftrag der Bevölkerung, die Vereinigungsvorlage im Sinne der Vernehmlassung am 26. November 2006 zur Abstimmung zu bringen. Die verbleibende Zeit soll genutzt werden, um die grosse Bedeutung des Zusammengehens aufzuzeigen und die noch Unentschiedenen von einem Ja zu überzeugen.

Vorgehen

Bis zum März 2006 sind alle Projektgruppenberichte erarbeitet worden. Keiner der Berichte gab zu grösseren Auseinandersetzungen Anlass; zu reden gab allein der Name.

  • Bei den Schulen soll das bestehende Angebot erhalten bleiben; die Schulleitung und die Schulverwaltung wird von zwei auf eine reduziert und auch die Schulpflege soll verkleinert werden.
  • Der Gemeinderat der vereinigten Gemeinden besteht aus 5 Mitgliedern; er umfasst ein Pensum von 175 Prozenten. Für die Gemeindeverwaltung werden insgesamt 593 Stellenprozente benötigt, das sind Einsparungen von 90 Stellenprozenten. Die Ein-sparungen von Gemeinderat und Verwaltung beziffern sich insgesamt auf rund 165 000 Franken im Jahr. Die Verwaltung soll in Zukunft in Wauwil stehen.
  • Die Fachgruppe Finanzen hat sich ganz klar für die Vereinigung der beiden Gemeinden ausgesprochen, weil dadurch mittel- bis langfristig klare finanzielle Vorteile resultieren. Allerdings spielt der Kanton eine grosse Rolle, von ihm wird ein Beitrag in der Höhe von 3,163 Mio. Franken erwartet.
  • Beim Bericht der Fachgruppe Recht gab der Name am meisten zu reden. Eine spezielle Arbeitsgruppe wurde eingesetzt; sie hielt den Namen Wauwil oder Wauwil-Egozlwil am ehesten für gerechtfertigt. Der Projektrat aber entschied sich für die Version Egolzwil-Wauwil; man wollte ein Zeichen an die Adresse von Egolzwil setzen; zudem gebe es bei einem Doppelnamen keine Verlierer. In der Folge hat die Projektleitung einstimmig einen entsprechenden Antrag an die Gemeinderäte gestellt.

Im Juni 2006 entschied der Regierungsrat dem Vereinigungsprojekt  Egolzwil-Wauwil einen Fusionsbeitrag in der Höhe von 2,1 Mio. Franken zu sprechen. Gleichzeitig wird in beiden Gemeinden eine Informationsveranstaltung abgehalten. An der Veranstatlung in Wauwil wird der Name der neuen Gemeinde noch einmal erörtert. Viele Stimmen äussern sich in der Richtung, dass der Name noch einmal überprüft werden sollte. Die Projektleitung entscheidet sich in der Folge für eine Umfrage im Zusammenhang mit der Vernehmlassung im Sommer 2006.

Vorgeschichte

Im Jahr 2001 beschliessen die Gemeinden Egolzwil und Wauwil ein gemeinsamen Informationsbaltt herauszugeben. Im gleichen Jahr schliesst die Käserei in Egolzwil und die Post ist nur noch in Wauwil geöffnet. 2003 entscheiden die EgolzwilerInnen ihren Gemeinderat von 3 auf 5 Mitglieder aufzustocken. Nach den Gemeinderatswahlen von 2004 werden die beiden Schulen fusioniert und ein Jahr später wird ein neues Fusionsprojekt in Angriff genommen; im August 2005 wird der Vorvertrag zur Vereinigung Egolzwil und Wauwil unterschrieben.

1. Projekt(von 1999-ca. 2001)

Projektleitung des 1. Projekts
Projektleiter: Alois Hodel GP Egolzwil
Moderation: Bruno Keel G99
Experte: Georges Dumont IBR

Projektziel

Mit möglichst geringem Aufwand soll sichtbar gemacht werden, welche Vorteile eine Gebietsreform bringen und welchen Problemen Gemeinden und Kanton auf dem Weg dorthin begegnen könnten. Die Berichte aus den Vorstudien enthalten Fakten, Informationen und Meinungen, welche die Gemeindebehörden und den Kanton beim Entscheid für weitere Schritte unterstützen. Sie enthalten ansatzweise die Informationen, welche für die Lancierung einer breit angelegten lokalen Diskussion erforderlich sind und zeigen, für welche grundsätzlichen Probleme vorgängig Lösungsansätze aufgezeigt werden müssen (z.B. Finanz- und Personalfragen).

Aktueller Stand

Zurzeit wird an einer weiteren Annäherung der beiden Gemeinden gearbeitet. Im Leitbild Wauwil steht: "Aus strategischen Überlegungen setzen wir uns für die Vereinigung der Gemeinden Egolzwil und Wauwil ein. Die dadurch entstehende neue Gemeinde "Santenberg" wird eine zukunftsorientierte Ausstrahlung haben und in der Region eine bedeutende Rolle spielen."

Vorgeschichte

Im Oktober 1999 wurde eine Vorstudie "Potenzial für eine Gebietsreform" von Egolzwil und Wauwil erstellt. Fazit der Vorstudie: Das Sparpotenzial bei einer Fusion beträgt rund 2 Prozent auf den konsolidierten Aufwand oder maximal ein Steuerzehntel. Die Gemeinden bilden bereits heute weitgehend eine Einheit und arbeiten eng zusammen. Neben den finanziellen Nachteilen existieren kaum Motivationsfaktoren für ein Zusammengehen.
Im Herbst 200 wurde in Wauwil eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt mit dem Resultat, dass eine Mehrheit der Befragten einer Fusion positiv gegenüber steht.