Winikon-Triengen

Projektstart: Juli 2007
Umsetzung der Fusion auf 1. Januar 2009

Beteiligte Gemeinden Anzahl EinwohnerInnen
Triengen 3 500
Winikon    788
Total 4 288

Projektrat

Alle Gemeinderäte der beiden Gemeinden
Alle Mitglieder der Projektsteuerung
Alle Mitglieder aus den Fachgruppen

Projektleitung

Präsident: Georg Dubach, Triengen
Mitglieder: Willy Heller, Winikon; Josef Fischer, Triengen; Stephan Wicki, Winikon
Sekretariat: Armin Wyss, Triengen, Markus Stocker, Winikon

Projektziel

Ziel ist die Umsetzung der Fusion von Triengen mit Winikon auf den 1. Januar 2009. Dadurch soll die Gemeinde Triengen keine finanziellen Nachteile erfahren.

Aktueller Stand

Mit Triengen und Winikon haben im Kanton Luzern am 24. Februar 2008 zwei weitere Gemeinden Ja zu einer Fusion gesagt: Triengen mit rund 55 Prozent und Winkon mit 65 Prozent. Sie werden auf den 1. Januar 2009 fusionieren. Dann wird es im Kanton Luzern noch 88 Gemeinden geben. Ein Jahr später, nach der Fusion von Littau und Luzern, noch 87 Gemeinde.

Ausganslage

Nach einer Bevölkerungsumfrage im Jahr 2005 und verschiedenen Veranstaltungen im Jahr 2006 hat der Gemeinderat von Winikon im Sommer 2006 den Gemeinderat von Triengen angefragt, Fusionsverhandlungen aufzunehmen. In der Folge wurde in Zusammenarbeit mit dem Regierungsstatthalter eine Finanzstudie erarbeitet. Diese wurde der Bevölkerung der beiden Gemeinden im Sommer 2007 vorgestellt. An beiden Veranstaltungen in Triengen und Winikon haben sich die Anwesenden grossmehrheitlich für die Weiterführung der Fusions-verhandlungen und für eine Fusion auf den Fusionsstichtag 1. Januar 2009 ausgesprochen.
Die Finanzstudie hatte folgende Resultate ergeben: Einsparungspotenzial ca. Fr. 141 600.-, Reorganisationskosten ca. Fr. 210 000.- (davon bezahlt der Kanton die Hälfte). Fusionieren die Gemeinden auf den 1. Januar 2009, dann kann Triengen (nach dem aktuellen Finanzausgleichsgesetz) den Zuschlag für Kleinzentren (6%) behalten und Winikon die Mindest-ausstattung auf dem heutigen Niveau halten. Insgesamt beläuft sich der so "eingesparte" Betrag auf maximal 4,8 Mio. Franken innerhalb von 12,5 Jahren.

Ergebnisse Fusionsabklärungen

In den fünf Fachgruppen Finanzen, Vereine, Bildung, Verwaltung, Wasser/ Abwasser und Hochbauten/Strassen/Verkehr sind die Grundlagen für den Fusionsvertrag abgeklärt worden:

Finanzen:

Grundvoraussetzung für die Bemessung des Kantonsbeitrags war die Richtlinie, dass es Triengen mit der Fusion nicht schlechter gehen soll. Dies wurde mit dem Fusionsbeitrag in der Höhe von Fr. 3 Mio. Rechnung eingehalten. Ausschlaggebend für die Berechnung des Fusionsbeitrges waren: Ausgleich der Nettoverschuldung (Triengen Fr. 865.- und Winikon Fr. 3 997 pro Einwohner); der Ausgleich des Steuerfusses (Triengen 1,85 Einheiten, Winikon 2,3 Einheiten) und die Reorganisationskosten.
Vereine: Es wird davon ausgegangen, dass sich durch die Fusion für die einzelnen Vereine grundsätzlich nichts ändert.

Bildung:

 Seit dem 1. August 2006 ist die operative Führung der Primarschule Winikon in den Händen der Schulleitung von Triengen. In den Empfelungen steht u. a., es müsse versucht werden, die "dorfbezogene" Eigenständigkeit von Winikon im schulischen Bereich und die bestehenden Aussenschulen nach Möglichkeit zu erhalten. Für die Kindergartensituation ist im Rahmen der Fusionsumsetzung eine Lösung zu finden.

Verwaltung:

Die Gemeindeverwaltung wird mit dem bisherigen Personal in Triengen geführt - eventuell braucht es Ergänzung. Die Gemeindekanzlei Winikon wird aufgehoben.

Wasser und Abwasser:

Bezüglich der Wasserversogung Winkon wird beantragt, eine Spezialfinanzierung in der Gemeinderechnung zu führen. Die operative Führung soll einer Fachgruppe übertragen werden. Längerfristig wird bei der Wasserverorgung eine engere Zusammenarbeit angestrebt. Die Abwasserentssorgung beider Gemeinden soll zusammengelegt werden.

Öffentlicher Verkehr:

Von der kantonalen Regierung wird eine Zusicherung erwartet, dass das Kantonsstrassennetz nach der Fusion keine Veränderung erfährt.

Vor der Abstimmung

Am 24. Februar wurdein Triengen und Winikon über den Fusionsvertrag abgestimmt. Im Vorfeld dieser Abstimmung hat sich sowohl in Triengen wie Winikon eine Gegnerschaft verlauten lassen. Eine rege Diskussion in den Medien hat stattgefunden. Die Gegnerschaft ist vor allem der Meinung, der Fusionsprozess sei in einem zu schnellen Tempo durchgezogen worden. Eine Verschiebung des Fusionsstarts habe finanzielle Vorteile. Dem widersprechen die Projektverantwortichen. Sie verweisen auf den Besitzstand aus dem Finanzausgleich in der Höhe bis zu 4,8 Mio. Franken , der während 12,5 Jahren ausbezahlt werde, wenn die Fusion auf den 1.1.2009 umgesetzt wird.

Erfolgreiche Abstimmung

Am 24. Februar 2008 haben Triengen und Winikon zur Fusion Ja gesagt: Triengen mit rund 55 Prozent und Winkon mit 65 Prozent. Sie werden auf den 1. Januar 2009 fusionieren. Dann wird es im Kanton Luzern noch 88 Gemeinden geben.